Kulturorte & Sehenswürdigkeiten bei uns im Naturpark
Im Naturpark Neckartal-Odenwald begegnen sich Natur und Kultur auf besondere Weise: Historische Orte, lebendige Traditionen und gewachsene Kulturlandschaften erzählen Geschichten aus vielen Jahrhunderten. Ob auf Entdeckungstour durch Burgen, beim Spaziergang durch Streuobstwiesen oder beim Besuch regionaler Feste – hier wird Kultur erlebbar.
Majestätisch thronen sie über Tälern und Orten: Burgen und Schlösser prägen das Landschaftsbild und laden zu spannenden Zeitreisen ein.
Überblick und Auswahl an Burgen und Schlössern
Jede Burg, jede Ruine und jedes Schloss ist ein Tor in die Vergangenheit – und lädt ein, diese Geschichte ganz nah zu erleben: beim Aufstieg zu einer alten Feste, beim Blick über das Neckartal oder beim Besuch einer Führung.
Historischer Ausgangspunkt der Burgengruppe ist die über der Altstadt gelegene und mit der Neckarsteinacher Stadtmauer verbundene Vorderburg, die zwar erst ab 1341 in den Urkunden erscheint, aber vermutlich bereits zum Zeitpunkt der urkundlichen Erstnennung Neckarsteinachs und der Steinacher im Jahr 1142 existierte. Der Baubestand wurde bedauerlicherweise im 18. Jahrhundert durch Abbrüche auf den heutigen, fast unbedeutend erscheinenden Rest aus Bergfried und Steinhaus vermindert. Zur Vorderburg gehörte der noch erhaltene Stadthof der Herren von Steinach neben der Kirche. (Privatbesitz; Besichtigung nur mit Genehmigung möglich)
Wohl gegen 1200 wurde die Mittelburg in topographisch eher ungünstiger Lage westlich der Vorderburg erbaut. Bauherren dürften die Grafen v. Lauffen gewesen sein – die Lehensherren der Familie v. Steinach. Nach wechselhaftem Schicksal kam sie 1551 als Lehen an die Landschaden von Steinach, die sie im Stile der Renaissance umbauten. Die Neckarseite der Burg öffnete sich nun in Renaissance-Arkaden, während die mittelalterliche Wehrhaftigkeit an den drei übrigen Seiten unberührt blieb. Die damals entstandene, im Neckartal fremdartig wirkende Silhouette, erinnert an die im 19. Jahrhundert wiederaufgebauten Burgen am Mittelrhein. (Privatbesitz; Besichtigung nur mit Genehmigung möglich)
Als letzte der vier Burgen entstand 1335 im Steilhang über dem Neckar Burg Schadeck, dank ihrer pittoresken Lage seit jeher „Schwalbennest“ genannt. Bauherr der Schadeck war Erzbischof Balduin von Mainz und Trier. Burg Schadeck, die heute das Wahrzeichen von Neckarsteinach ist, wurde wohl schon im späten 15. Jahrhundert zur Ruine.
Viele Burgen und Schlösser sind heute kulturelle Hotspots – mit Konzerten, Theateraufführungen, Mittelaltermärkten oder besonderen Kinderführungen. Ein Besuch lohnt sich also nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch für ein unvergessliches Erlebnis!
Eventhotel Schloss NeuburgEventhotel Schloss Neuburg
Schloss Neuburg liegt an den südlichen Ausläufern des Odenwaldes im Neckartal zwischen Heidelberg und Heilbronn. Beeindruckend sind das fünfgeschossige Hauptgebäude und die Aussicht. Im Jahr 1845 von Graf Karl von Leiningen-Billigheim gekauft und umgestaltet, fällt es heute schwer, sich das Schloss als wehrhafte mittelalterliche Burg vorzustellen.
Das ehemalige Schloss, heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, setzt sich aus Bauteilen verschiedener Epochen zusammen. Zum ältesten Baubestand aus der Zeit um 1400 gehört die Durchfahrt des Obertorturms, der durch den Umbau Ende des 17. Jahrhunderts seinen wehrhaften Charakter verlor. Nördlich schließt sich der Renaissancebau des Kurpfälzischen Schlosses von 1537 an. Hier verbrachten Mitglieder der kurfürstlichen Familie wie Ottheinrich, Johann Wilhelm und seine Frau Anna Maria Luisa Medici sowie Elisabeth Auguste längere Zeit. Dann folgt der von der Familie Berckheim in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgebaute Schlossteil mit dem 1868 errichteten neugotischen Turm. Der südlich des Obertors gelegene barocke Schlossteil wurde 1725 durch die Familie Ulner von Dieburg errichtet.
Gräfin Pauline Victoria Reichenbach – Lessonitz (Geb 23.Mai 1860 in Frankfurt) erbte den Gutshof Langenzell mit allen Ländereien. Im Alter von knapp 20 Jahren heiratete sie am 9.Feb.1880 den Rittmeister der Armee Prinz Alfred von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (Geb 19 Okt 1855). Noch im Jahr der Eheschließung wurde mit dem Bau des neuen Schlosses und seiner Parkanlage begonnen. Schon 2 Jahre später war es nach den Plänen des Frankfurter Architekten Karl Jonas Mylius (Palmengarten Frankfurt) fertiggestellt. 10 Jahre später erweiterte der Mannheimer Architekt Leonhard Schäfer, der auch die Menzervilla in Neckargemünd erbaute, das Schloss um den „Nordflügel“. Schloss Langenzell gilt als das jüngste im Historismus erbaute Schloss Deutschlands. Heute können Räumlichkeiten für private Veranstaltungen angemietet werden. Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich!
Verwinkelte Altstädte, beeindruckende Kirchen und Spuren der Römerzeit machen die Geschichte des Naturparks lebendig. Viele Orte erzählen von vergangenen Epochen und laden dazu ein, sie mit allen Sinnen zu erkunden.
Altstädte & Fachwerkorte
Klöster & Kirchen
Hitorische Mühlen & Anlagen
Barbara WagnerBarbara Wagner
Römerstatten & Limes
Entdecken
Museen & Ausstellungen
Zahlreiche Museen im Naturpark vermitteln Wissen auf anschauliche Weise – von regionaler Geschichte über Handwerk bis hin zu Natur und Kultur. Auch bei schlechtem Wetter ein Erlebnis und viele Museen bieten auch tolle Angebote für Familien.
Streuobstwiesen, Weinberge und historische Nutzungsformen prägen die Region bis heute. Diese Kulturlandschaften sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wertvolle Lebensräume und Ausdruck regionaler Identität.