Naturschutz
Lebensräume erhalten
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Naturschutz im Naturpark Neckartal-Odenwald
Die Landschaft des Naturparks Neckartal-Odenwald ist über Jahrhunderte im Zusammenspiel von Mensch und Natur entstanden. Wälder, Wiesen, Streuobstwiesen und Weinberge schaffen eine vielfältige Kulturlandschaft und wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Naturschutz im Naturpark bedeutet, diese Vielfalt zu bewahren und die Landschaft als Heimat für Mensch und Natur auch für kommende Generationen zu erhalten. Der Naturpark Neckartal-Odenwald beherbergt eine Vielzahl an Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie Natura 2000-Gebieten, Naturdenkmalen und Biotopen.
Schutzgebiete im Naturpark
Übersicht
Über 100 verschiedene Schutzgebiete liegen im Naturpark Neckartal-Odenwald: Landschafts-, Natur-, Vogel- und Wildschutzgebiete. Insgesamt nehmen sie eine Fläche von rund 583 km² ein. Dabei überlagern sich einzelne Schutzkategorien teilweise. Die feuchten Wiesentäler entlang des Neckars, die bewaldeten Höhen des Odenwalds sowie die vielfältigen Streuobstwiesen sind Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen. Die Schutzgebiete im Naturpark beherbergen auch selten gewordene und geschützte Tier- und Pflanzenarten, wie den Europäischen Biber, Hirschkäfer und Äskulapnatter.

Landschaftspflegekonzept
Grundlage für den Schutz wertvoller Lebensräume
Für die gesamte Förderkulisse des Naturparks Neckartal-Odenwald wurde ein Landschaftspflegekonzept erstellt, das eine wichtige Grundlage für den Schutz und die Entwicklung wertvoller Lebensräume bildet. Hintergrund ist die landesweite Naturpark-Förderrichtlinie von 2016, nach der Projekte im Bereich Biotop- und Artenschutz mit bis zu 70 % der Nettokosten gefördert werden können. Gefördert werden beispielsweise Maßnahmen der Landschafts- und Biotoppflege, der Schnitt alter Obstbäume oder die Pflanzung von Hochstämmen und Sträuchern. Das Konzept zeigt auf, wo Pflegemaßnahmen besonders sinnvoll sind und schafft damit die Voraussetzung für gezielte Förderungen. So leistet es einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Pflege der vielfältigen Kulturlandschaft im Naturpark.

Streuobstwiesen im Naturpark
Lebendige Kulturlandschaften erhalten
Streuobstwiesen sind mehr als nur Obstgärten – sie sind lebendige Kulturlandschaften. Hochstämmige Obstbäume unterschiedlichen Alters, historische Obstsorten und artenreiche Wiesen prägen das Bild dieser besonderen Lebensräume. Sie bieten nicht nur Lebensraum für über 5.000 Tier- und Pflanzenarten, sondern auch Orte der Erholung, des Lernens und des Genusses. Seit 2022 setzen wir uns mit dem Projekt „Streuobst“ aktiv dafür ein, diese wertvolle Kulturlandschaft zu pflegen und zu erhalten. Unser Ziel ist es, Streuobstbestände zu sichern, die Sortenvielfalt zu bewahren und die Bedeutung dieser Biotope für unsere Region sichtbar zu machen.
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Projekt Blühender Naturpark
Das Projekt „Blühende Naturparke“ setzt sich seit 2018 aktiv für den Schutz von Insekten und die Förderung der biologischen Vielfalt ein. Hintergrund ist der starke Rückgang vieler Insektenarten: Studien zeigen, dass die Biomasse fliegender Insekten in Deutschland in den letzten Jahrzehnten drastisch abgenommen hat – mit weitreichenden Folgen für Natur, Landwirtschaft und Nahrungsketten. Im Naturpark Neckartal-Odenwald wurden daher gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Landwirt*innen und Privatpersonen Flächen in artenreiche, mehrjährige Wildblumenwiesen umgewandelt. So entstand Schritt für Schritt ein Netzwerk aus blühenden Lebensräumen, das Bienen, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bietet. Der Naturpark unterstützt die Beteiligten fachlich, koordiniert das Projekt und sensibilisiert zugleich Kinder und Erwachsene für die Bedeutung von Insekten für unsere Ökosysteme.



Warum Insekten so wichtig sind
Insekten spielen eine zentrale Rolle in unseren Ökosystemen. Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten angewiesen – auch zahlreiche Kulturpflanzen in der Landwirtschaft. Gleichzeitig sind Insekten eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere, etwa Vögel oder Amphibien. Gehen Insektenbestände zurück, gerät daher das gesamte ökologische Gleichgewicht ins Wanken.

Der Weg zur artenreichen Blumenwiese
So entstehen neue Blühflächen
Für die Anlage von Blühflächen wird standortangepasstes, regionales Wildblumensaatgut verwendet, das speziell auf die Bedürfnisse heimischer Insekten abgestimmt ist. Eine sorgfältige Bodenvorbereitung, die richtige Aussaat und eine angepasste Pflege sind entscheidend für den Erfolg. Häufig werden auch Kindergärten und Schulen in die Aussaat eingebunden – so lernen schon die Jüngsten, wie wichtig Insekten für unsere Natur sind. In unserem Flyer erklären wir Schritt für Schritt, wie man eine Wildblumenwiese richtig anlegt.
„In der Natur zu Gast sein, heißt: leise sein, nichts hinterlassen, Tiere achten – so bewahren wir ihre Schönheit.“
Grundlegende Verhaltensregeln
- Verhalte dich leise und rücksichtsvoll.
- Um Wildtiere zu schützen, sollten Hunde stets an der Leine geführt werden.
- Das Übernachten sowie das Aufstellen von Wohnwagen und Zelten in Wäldern ist grundsätzlich untersagt.
- Bitte nimm deinen Müll wieder mit nach Hause.
- Bitte bleibe auf den markierten Wegen und respektiere Absperrungen.
- Nimm Rücksicht auf Tiere! Verlasse zur Dämmerung den Wald, um sie bei der Nahrungsaufnahme nicht zu stören.
- Offenes Feuer ist ausnahmslos verboten. Grillen ist nur auf ausgewiesenen Plätzen erlaubt.
- Nimm Rücksicht auf andere Besuchende.

Initiative BewusstWild
Die Initiative „Bewusst Wild“ gibt Einblicke in den Alltag der Wildtiere und informiert, worauf du zum Beispiel beim Wandern und Mountainbiken achten kannst, um Wildtiere in ihrem Lebensraum nicht unnötig zu stören. Mach mit! Bekenne dich bewusst Wild und übernimm Verantwortung, wenn du dich in der wilden Natur bewegst.
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