Tier- & Pflanzenwelt

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Mischwald von oben

Wunder der Natur

Tierisch & Pflanzenreich

Komm mit auf eine spannende Reise durch die Flora & Fauna unseres Naturparks

Willkommen in der vielfältigen Natur unseres Naturparks! Bei uns könnt ihr Tiere wie den majestätischen Rotmilan, die scheue Europäische Wildkatze, den geheimnisvollen Feuersalamander oder den stolzen Schwarzstorch beobachten – und gleichzeitig die bunte Pflanzenwelt entdecken: alte Bäume, blühende Wildkräuter, farbenfrohe Wiesen, Streuobstwiesen und seltene Orchideen. Wir laden euch ein, mit uns auf Entdeckungsreise zu gehen, die Schönheit von Flora und Fauna zu erleben und die Natur mit allen Sinnen zu genießen.

Unsere Tierwelt ist bunt, spannend und manchmal ganz schön versteckt. Hier stellen wir euch einige unserer besonderen Bewohner*innen vor – vom kleinen Hirschkäfer bis zum majestätischen Rotmilan. Lernt sie kennen, staunt über ihre Besonderheiten und entdeckt, wie vielfältig die Natur im Naturpark Neckartal-Odenwald ist.

Lara Brecht, Duale Studentin Sustainability Management

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Die Äskulapnatter

Königin der Mauern und Wiesen
Mit bis zu 1,80 m Länge ist sie die größte Schlange Mitteleuropas – und trotzdem völlig harmlos. Die Äskulapnatter schlängelt sich elegant durch Trockenmauern und Streuobstwiesen, auf der Jagd nach Mäusen, Eidechsen und Vögeln. Wer sie entdeckt, sieht nicht nur ein seltenes Tier, sondern auch ein uraltes Kultsymbol: Der Äskulapstab, heute noch Zeichen vieler Apotheken, geht auf sie zurück. Ihr Schutz gelingt vor allem durch das Bewahren ihrer Lebensräume – und manchmal helfen sogar einfache Nisthilfen.

Die Europäische Wildkatze

Heimliche Rückkehrerin
Fast verschwunden, streift sie seit einigen Jahren wieder durch die Wälder des Naturparks: die Wildkatze. Mit ihrem buschigen Schwanz und dem kräftigen Körperbau wirkt sie wie eine große, wilde Version unserer Hauskatze. Doch sie ist scheu und meidet Menschen. Mäuse sind ihre Hauptbeute – dank ihres unglaublichen Gehörs kann sie sogar Ultraschall-Laute wahrnehmen. Gesunde Laub- und Mischwälder mit dichter Vegetation sind ihr Zuhause. Die größte Gefahr für sie sind Straßen – immer wieder kommt es zu Unfällen. 2022 konnte ihr Vorkommen im Naturpark eindeutig nachgewiesen werden – ein hoffnungsvolles Zeichen.

Der Hirschkäfer

Herr der Eichen
Wenn in lauen Sommernächten große, braune Käfer mit gewaltigen „Geweihen“ durch die Luft brummen, dann ist der Hirschkäfer unterwegs. Bis zu 8 cm groß ist er der Gigant unter unseren Insekten. Seine Larven leben jahrelang im Totholz alter Eichen, bevor sie sich verwandeln. Genau deshalb ist der Erhalt von alten, abgestorbenen Bäumen so wichtig. Denn ohne Totholz – keine Hirschkäfer.

Der Wolf

Zurück im Odenwald

Seit einigen Jahren ist er wieder da: der Wolf. 2020/21 lebte ein Wolfsrüde im Odenwald, später wurde ein offizielles Fördergebiet für Herdenschutz eingerichtet. Seither gibt es immer wieder Nachweise, auch wenn Wölfe selten länger an einem Ort bleiben. Die Rückkehr sorgt für Freude, aber auch für Fragen – besonders bei Weidetierhalter*innen. Deshalb unterstützt das Land mit Beratung, Weidezäunen und Herdenschutzhunden.

Der Feuersalamander

Leuchtender Waldbewohner
Schwarz mit leuchtend gelben Flecken: Kaum ein Tier sieht so geheimnisvoll aus wie der Feuersalamander. Bei Regenwetter und in kühlen Schluchten, wie der Margaretenschlucht bei Neckargerach, hat man die besten Chancen, ihn zu entdecken. Seine leuchtende Warnfarbe hat einen Grund – bei Gefahr sondert er ein Gift ab. Insekten, Spinnen und Würmer stehen auf seinem Speiseplan. Gefährlich wird es für ihn durch Straßenverkehr und die Salamanderpest, eine Pilzerkrankung, die vielerorts für Bestandsrückgänge sorgt.

Der Rotmilan

Meister der Lüfte
Die Kernheimat des Rotmilans liegt in Deutschland. In Baden-Württemberg liegt der Bestand bei ca. 4.100 bis 4.500 Revierpaaren. Damit hat Baden-Württemberg einen relevanten Anteil am Weltbestand dieser Art. Bei uns im Naturpark findet der Rotmilan optimale Lebensbedingungen. Er ist ein Kulturfolger und bevorzugt abwechslungsreiche auch vom Menschen bewirtschaftete Landschaften, bestehend aus lichten Altholzbeständen, Waldrändern zum Brüten und freien Agrarlandschaften mit Äckern, vielen Wiesen und Hecken zum Jagen von Mäusen und anderen kleinen Säugetieren. Unverwechselbares Erkennungsmerkmal ist der tief gegabelte, rostrote Schwanz.

Der Schwarzstorch

Seltener Gast mit Eleganz
Schwarz glänzendes Gefieder, roter Schnabel, über einen Meter groß – wer einen Schwarzstorch erblickt, vergisst es nicht so schnell. Im Gegensatz zum bekannteren Weißstorch meidet er Menschen und hält sich lieber an abgelegene Feuchtgebiete, Bäche und Sümpfe. Dort fischt er Amphibien und kleine Tiere aus dem Wasser. Im Odenwald gibt es erfreulich stabile Bestände, doch bedroht wird er unter anderem von Windkraftanlagen, die seine Flugrouten kreuzen.

Das Rebhuhn

Zeiger für intakte landwirtschaftliche Ökosysteme

Deutschlandweit gibt es zur Zeit eine Population von ca. 50.000 Rebhuhn-Brutpaaren. Lokal gilt das Rebhuhn als ausgestorben und steht in Baden-Württemberg auf der Liste extrem bedrohter Tierarten. Im Schefflenztal im Naturpark befindet sich vermutlich der größte Rebhuhnbestand Baden-Württembergs.

Das Rebhuhn, als Bodenbrüter und speziellen Nahrungsansprüchen, reagiert auf die Nutzungsintensivierung der Landschaft besonders empfindlich. Die Zunahme von Flächen, Waschbären und anderen Räubern hat die Bestände zusätzlich dezimiert.

Im Schefflenztal wurde nun auf 100 Quadratkilometern Fläche ein Rebhuhnschutzprojekt ausgerufen. Im Rahmen des Projektes sollen nun Lebensräume des Rebhuhns aufgewertet werden, damit sich der Bestand stabilisieren kann.

Bunt, wild & voller Leben

Die Pflanzenwelt im Naturpark

Unsere Pflanzenwelt ist so vielfältig wie faszinierend. In den Wäldern, auf den Wiesen und in den Streuobstwiesen des Naturparks könnt ihr alte Baumarten, bunte Wildblumen, heimische Kräuter und seltene Orchideen entdecken. Kommt mit uns auf eine Reise durch die Pflanzenwelt, lernt ihre Besonderheiten kennen und staunt über die Schönheit und Vielfalt unserer Natur