Tier- & Pflanzenwelt

Freiheitswerke/WolfFreiheitswerke/WolfMischwald von oben
Mischwald von oben

Wunder des Naturparks

Entdecken

Tierisch & Pflanzenreich

Komm mit auf eine spannende Reise durch die Flora & Fauna unseres Naturparks

Willkommen in der vielfältigen Natur unseres Naturparks! Bei uns könnt ihr Tiere wie den majestätischen Rotmilan, die scheue Europäische Wildkatze, den geheimnisvollen Feuersalamander oder den stolzen Schwarzstorch beobachten – und gleichzeitig die bunte Pflanzenwelt entdecken: alte Bäume, blühende Wildkräuter, farbenfrohe Wiesen, Streuobstwiesen und seltene Orchideen. Wir laden euch ein, mit uns auf Entdeckungsreise zu gehen, die Schönheit von Flora und Fauna zu erleben und die Natur mit allen Sinnen zu genießen.

Unsere Tierwelt ist bunt, spannend und manchmal ganz schön versteckt.

Komm mit auf eine Entdeckungsreise

Hier stellen wir euch einige unserer besonderen Bewohner vor – vom kleinen Hirschkäfer bis zum majestätischen Rotmilan. Lernt sie kennen, staunt über ihre Besonderheiten und entdeckt, wie vielfältig die Natur im Naturpark Neckartal-Odenwald ist.

Simon HaasSimon HaasÄskulapnatter an einem Baum
Äskulapnatter an einem Baum

Die Äskulapnatter

Königin der Mauern und Wiesen
Mit bis zu 1,80 m Länge ist sie die größte Schlange Mitteleuropas – und trotzdem völlig harmlos. Die Äskulapnatter schlängelt sich elegant durch Trockenmauern und Streuobstwiesen, auf der Jagd nach Mäusen, Eidechsen und Vögeln. Wer sie entdeckt, sieht nicht nur ein seltenes Tier, sondern auch ein uraltes Kultsymbol: Der Äskulapstab, heute noch Zeichen vieler Apotheken, geht auf sie zurück. Ihr Schutz gelingt vor allem durch das Bewahren ihrer Lebensräume – und manchmal helfen sogar einfache Nisthilfen.

VDN/LoncheVDN/LoncheWildkatze sitzt auf einem Baumstamm
Wildkatze sitzt auf einem Baumstamm

Die Europäische Wildkatze

Heimliche Rückkehrerin
Fast verschwunden, streift sie seit einigen Jahren wieder durch die Wälder des Naturparks: die Wildkatze. Mit ihrem buschigen Schwanz und dem kräftigen Körperbau wirkt sie wie eine große, wilde Version unserer Hauskatze. Doch sie ist scheu und meidet Menschen. Mäuse sind ihre Hauptbeute – dank ihres unglaublichen Gehörs kann sie sogar Ultraschall-Laute wahrnehmen. Gesunde Laub- und Mischwälder mit dichter Vegetation sind ihr Zuhause. Die größte Gefahr für sie sind Straßen – immer wieder kommt es zu Unfällen. 2022 konnte ihr Vorkommen im Naturpark eindeutig nachgewiesen werden – ein hoffnungsvolles Zeichen.

LUBW/Thorsten BittnerLUBW/Thorsten Bittner

Der Hirschkäfer

Herr der Eichen
Wenn in lauen Sommernächten große, braune Käfer mit gewaltigen „Geweihen“ durch die Luft brummen, dann ist der Hirschkäfer unterwegs. Bis zu 8 cm groß ist er der Gigant unter unseren Insekten. Seine Larven leben jahrelang im Totholz alter Eichen, bevor sie sich verwandeln. Genau deshalb ist der Erhalt von alten, abgestorbenen Bäumen so wichtig. Denn ohne Totholz – keine Hirschkäfer.

PixabayPixabay

Der Wolf

Zurück im Odenwald

Seit einigen Jahren ist er wieder da: der Wolf. 2020/21 lebte ein Wolfsrüde im Odenwald, später wurde ein offizielles Fördergebiet für Herdenschutz eingerichtet. Seither gibt es immer wieder Nachweise, auch wenn Wölfe selten länger an einem Ort bleiben. Die Rückkehr sorgt für Freude, aber auch für Fragen – besonders bei Weidetierhalter*innen. Deshalb unterstützt das Land mit Beratung, Weidezäunen und Herdenschutzhunden.

Andreas HeldAndreas HeldFeuersalamander auf Moos
Feuersalamander auf Moos

Der Feuersalamander

Leuchtender Waldbewohner
Schwarz mit leuchtend gelben Flecken: Kaum ein Tier sieht so geheimnisvoll aus wie der Feuersalamander. Bei Regenwetter und in kühlen Schluchten, wie der Margaretenschlucht bei Neckargerach, hat man die besten Chancen, ihn zu entdecken. Seine leuchtende Warnfarbe hat einen Grund – bei Gefahr sondert er ein Gift ab. Insekten, Spinnen und Würmer stehen auf seinem Speiseplan. Gefährlich wird es für ihn durch Straßenverkehr und die Salamanderpest, eine Pilzerkrankung, die vielerorts für Bestandsrückgänge sorgt.

KerstingKerstingRotmilan im Flug
Rotmilan im Flug

Der Rotmilan

Meister der Lüfte
Die Kernheimat des Rotmilans liegt in Deutschland. In Baden-Württemberg liegt der Bestand bei ca. 4.100 bis 4.500 Revierpaaren. Damit hat Baden-Württemberg einen relevanten Anteil am Weltbestand dieser Art. Bei uns im Naturpark findet der Rotmilan optimale Lebensbedingungen. Er ist ein Kulturfolger und bevorzugt abwechslungsreiche auch vom Menschen bewirtschaftete Landschaften, bestehend aus lichten Altholzbeständen, Waldrändern zum Brüten und freien Agrarlandschaften mit Äckern, vielen Wiesen und Hecken zum Jagen von Mäusen und anderen kleinen Säugetieren. Unverwechselbares Erkennungsmerkmal ist der tief gegabelte, rostrote Schwanz.

VDN/MatzeVDN/MatzeSchwarzstorch an einem Bach im Wald
Schwarzstorch an einem Bach im Wald

Der Schwarzstorch

Seltener Gast mit Eleganz
Schwarz glänzendes Gefieder, roter Schnabel, über einen Meter groß – wer einen Schwarzstorch erblickt, vergisst es nicht so schnell. Im Gegensatz zum bekannteren Weißstorch meidet er Menschen und hält sich lieber an abgelegene Feuchtgebiete, Bäche und Sümpfe. Dort fischt er Amphibien und kleine Tiere aus dem Wasser. Im Odenwald gibt es erfreulich stabile Bestände, doch bedroht wird er unter anderem von Windkraftanlagen, die seine Flugrouten kreuzen.

VDN/Rainer HunoldVDN/Rainer HunoldRebhühner perfekt getarnt auf einem Feld
Rebhühner perfekt getarnt auf einem Feld

Das Rebhuhn

Zeiger für intakte landwirtschaftliche Ökosysteme

Deutschlandweit gibt es zur Zeit eine Population von ca. 50.000 Rebhuhn-Brutpaaren. Lokal gilt das Rebhuhn als ausgestorben und steht in Baden-Württemberg auf der Liste extrem bedrohter Tierarten. Im Schefflenztal im Naturpark befindet sich vermutlich der größte Rebhuhnbestand Baden-Württembergs. Das Rebhuhn, als Bodenbrüter und speziellen Nahrungsansprüchen, reagiert auf die Nutzungsintensivierung der Landschaft besonders empfindlich. Die Zunahme von Flächen, Waschbären und anderen Räubern hat die Bestände zusätzlich dezimiert. Im Schefflenztal wurde nun auf 100 Quadratkilometern Fläche ein Rebhuhnschutz-projekt ausgerufen. Im Rahmen des Projektes sollen nun Lebensräume des Rebhuhns aufgewertet werden, damit sich der Bestand stabilisieren kann.

Bunt und voller Leben – unsere Pflanzenwelt im Naturpark Neckartal-Odenwald.

Entdecke die vielfältige Flora bei uns im Naturpark

Unsere Pflanzenwelt ist so vielfältig wie faszinierend. In den Wäldern, auf den Wiesen und in den Streuobstwiesen des Naturparks könnt ihr alte Baumarten, bunte Wildblumen, heimische Kräuter und seltene Orchideen entdecken. Kommt mit uns auf eine Reise durch die Pflanzenwelt, lernt ihre Besonderheiten kennen und staunt über die Schönheit und Vielfalt unserer Natur.

Die Pflanzenwelt im Naturpark

Unsere Pflanzenwelt ist so vielfältig wie faszinierend. In den Wäldern, auf den Wiesen und in den Streuobstwiesen des Naturparks könnt ihr alte Baumarten, bunte Wildblumen, heimische Kräuter und seltene Orchideen entdecken. Kommt mit uns auf eine Reise durch die Pflanzenwelt, lernt ihre Besonderheiten kennen und staunt über die Schönheit und Vielfalt unserer Natur.

Entdecken

Unser (Oden-)Wald

Der Naturpark Neckartal-Odenwald ist geprägt von dichten Laub- und Mischwäldern – vor allem im Vorderen Odenwald. Buche, Eiche, Hainbuche und viele weitere Baumarten prägen das Bild unserer Wälder, die weit mehr sind als nur grüne Kulisse: Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tiere, Schatzkammer der Natur und Rückzugsort für uns Menschen. Mit jedem Schritt durch den Wald bist du Teil dieser Welt. Bleib auf den Wegen, lass Totholz liegen und achte auf die Rückzugsorte der Tiere. Wenn du Pflanzen oder Pilze sammelst, nimm nur, was du brauchst – und lass die Natur unberührt zurück. So bleibt der Wald lebendig und erlebbar.

Freiheitswerke/WolfFreiheitswerke/WolfHerbstwald mit Lichtung aus der Drohnenperspektive
Herbstwald mit Lichtung aus der Drohnenperspektive
Freiheitswerke/WolfFreiheitswerke/WolfMischwald von oben
Mischwald von oben
Roland RobraRoland RobraBlick nach oben in eine gelbverfärbte Buche (Herbst)
Blick nach oben in eine gelbverfärbte Buche (Herbst)

Unsere Wälder erfüllen viele wichtige Funktionen: Sie bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, schützen Boden, Wasser und Klima, prägen das Landschaftsbild und laden zur Erholung, zum Wandern und Staunen ein. Historisch gewachsene Wälder erzählen zudem Geschichten der Kulturlandschaft und sind ein wichtiger Teil unserer Heimat.

Andreas HeldAndreas HeldNahaufnahme eines Buchenblatts
Nahaufnahme eines Buchenblatts

Wald- & Baumarten

Der Naturpark Neckartal-Odenwald liegt in einer waldreichen Mittelgebirgslandschaft und zählt zu den großen zusammenhängenden Waldgebieten Baden-Württembergs. Die Wälder hier sind überwiegend Laub- und Mischwälder, z. B. Eichen-Hain-Buchen-Wälder sowie Berg-Buchen-Wälder auf Löss- und Lehmböden.

Typische Baumarten sind:

  • Buche (Fagus sylvatica) – dominiert vielfach das Waldbild
  • Eiche (Quercus spp.) und Hainbuche (Carpinus betulus) – häufige Begleiter in Laubwäldern
  • Weitere Laubbäume wie Esche, Ahorn, Linde, Ulme kommen vor
  • Nadelbäume und exotische Baumarten finden sich in Teilgebieten (z. B. im Exotenwald bei Weinheim) – hier wurden Mammutbäume, Atlas-Zedern oder chinesische Eschen gepflanzt

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Wildkräuter & Wildblumen-Wiesen

Blühende Wiesen, duftende Kräuter und eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen: Überall im Naturpark eröffnen sich kleine Naturwelten, die es zu entdecken lohnt. Ob bunt leuchtende Wildblumen-Wiesen, artenreiche Wegesränder oder wertvolle Magerrasenflächen – hier wachsen Pflanzen, die Lebensräume für Insekten schaffen und gleichzeitig spannende Entdeckungen für Groß und Klein bereithalten.

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Unsere blütenreichen Wiesen werden gezielt angelegt und gepflegt, um Insekten, Kleintieren und seltenen Pflanzenarten optimale Bedingungen zu bieten. Typische Arten, die ihr im Naturpark entdecken könnt, sind zum Beispiel die Margerite, die Wiesen-Flockenblume (ein Magnet für Schmetterlinge), der Löwenzahn (wichtig für Bienen und ein Lieblingsspielzeug vieler Kinder) und die Brennnessel (unscheinbar, aber unverzichtbar für zahlreiche Schmetterlingsarten). Auch entlang von Wegen und Waldrändern entfalten Wildkräuter ihre ganze Vielfalt – ideal für kleine Entdecker*innen, die die Natur mit allen Sinnen erkunden möchten.

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Orchideen in der Kulturlandschaft

Die empfindlichen Spezialisten des Naturparks

In den Wiesen, Magerrasen und lichten Wäldern des Naturparks Neckartal-Odenwald lassen sich wahre Schätze entdecken: Orchideen. Rund 24 Arten dieser faszinierenden Pflanzen kommen hier vor – von der Bienen-Ragwurz und dem Männlichen Knabenkraut bis zur Bocks-Riemenzunge oder dem Waldvögelein. Ihre Hauptblütezeit liegt zwischen Mai und Juli, wenn sich die zarten Blüten in kräftigen Farben zeigen. Orchideen sind empfindliche Spezialisten: Sie wachsen nur dort, wo die Lebensbedingungen genau stimmen – etwa auf feuchten Wiesen, Halbtrockenrasen oder kalkreichen Böden. Ihre Anwesenheit zeigt, dass ein Lebensraum intakt und naturnah ist.

In Naturschutzgebieten wie dem Schreckberg bei Mosbach-Diedesheim oder der Landschaft um den Heppenstein bei Neckarburken kannst du diese seltenen Pflanzen bestaunen.

Streng geschützte Pflanzenarten

Bitte bleib dabei auf den Wegen und vermeide es, Orchideen zu pflücken oder zu betreten – sie stehen unter strengem Schutz und brauchen Ruhe, um sich zu vermehren. Diese kleinen Juwelen sind mehr als nur schön – sie sind ein Zeichen lebendiger Kulturlandschaft und erinnern uns daran, wie wertvoll achtsamer Naturschutz ist.

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