Burgen &
Schlösser

Dietmar DengerDietmar Denger

Tore in die Vergangenheit

Erleben

Romantische Burgen & Schlösser bei uns im Naturpark

Wer den Naturpark erkundet, kommt an ihnen kaum vorbei: mächtige Burgen, geheimnisvolle Ruinen und prächtige Schlösser, die wie Zeitzeugen über Täler und Städte wachen. Keine andere Landschaft in Deutschland vereint eine solche Dichte an Burgen wie das Neckartal – vom Schwalbennest in Neckarsteinach bis zur berühmten Heidelberger Schlossruine. Aber auch an der Bergstraße oder im Odenwald selbst erzählen stolze Mauern Geschichten von Rittern, Fürsten und Abenteuern.

Jede Burg, jede Ruine und jedes Schloss ist ein Tor in die Vergangenheit – und lädt ein, diese Geschichte ganz nah zu erleben: beim Aufstieg zu einer alten Feste, beim Blick über das Neckartal oder beim Besuch einer Führung.

Überblick und Auswahl an Burgen und Schlössern

Hier stellen wir euch eine Auswahl an Burgen, Ruinen und Schlösser im Naturpark vor. Einen umfassenden Überblick mit spannenden Hintergründen liefert das Netzwerk Burglandschaft e.V.. Hier gibt es Broschüren und Flyer, z. B. zu den Burgruinen Minneburg, Stolzeneck oder Eberbach.

Dorothea BurkhardtDorothea Burkhardt

Burgruine Schauenburg, Dossenheim

Die Burg Schauenburg bei Dossenheim wurde im 12. Jahrhundert von den Edelfreien von Schauenburg errichtet. Obwohl die Familie im späten 13. Jahrhundert ausstarb, wurde die Burg weiterhin genutzt und Mitte des 14. Jahrhunderts ausgebaut. 1460 wurde die Schauenburg von Kurfürst Friedrich I. im Pfälzisch-Mainzischem Krieg belagert, erobert und zerstört. Die Burgruine liegt malerisch inmitten eines Naturschutzgebietes am Nordrand des nördlichen Dossenheimer Steinbruchs. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick über die Bergstraße und die Rheinebene. 

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Bastian WernerBastian Werner

Burg Guttenberg, Haßmersheim

Die Burg der Adler über dem Neckar
Die Burg ist eine der letzten nie zerstörten und immer bewohnten Stauferburgen in Deutschland – ein Ort, der 800 Jahre Geschichte atmet und von einem nachhaltig bewirtschafteten Wald umrahmt wird. Gegründet im zwölften Jahrhundert wird der Guttenberg seit dem 15. Jahrhundert von den Freiherren von Gemmingen bewohnt und liebevoll erhalten – mittlerweile in der 16. und 17. Generation. In den historischen Mauern können Sie Flugvorführungen unserer Greifvögel und Eulen erleben, im Burgmuseum das Leben auf der Ritterburg erkunden und in der Burgschenke kulinarische Vielfalt mit regionalen Schwerpunkten genießen.

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Naturpark Neckartal-OdenwaldNaturpark Neckartal-Odenwald

Burg Hornberg, Neckarzimmern

Burg des Götz von Berlichingen
Freier Blick nach allen Seiten! Burg Hornberg thront majestätisch auf einem Felsvorsprung über dem Neckartal bei Neckarzimmern. Sie ist die Ritterburg der Superlative, eine der ältesten Deutschlands, die größte und besterhaltene Burgruine am Neckar und die Heimat des Götz von Berlichingen, dem berühmtesten und rauflustigsten Reichsritter im Spätmittelalter. Hier lebte er von 1517 bis 1562, insgesamt 45 Jahre, die längste Zeit seines Lebens. Ihm ist es zu verdanken, dass die Burganlage ein geschichtsträchtiger und zugleich lebendiger Ort geblieben ist, der seinen Zauber nie verloren hat.

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Dorothea BurkhardtDorothea Burkhardt

Burgruine Eberbach

Auf der sogenannten “Burghälde”, einer heute bewaldeten Bergzunge im Osten Eberbachs, zeugen rund 150 Meter oberhalb der Stadt die Reste gleich dreier Burgen von der Bedeutung dieses Gebiets in Hoch- und Spätmittelalter. Ihren Besuchern gab die dreigeteilte Anlage seit jeher viele Fragen auf. Urkundlich war jedenfalls immer nur von einer Burg die Rede. Eberbachs älteste Burg lässt sich in das frühe 11. Jahrhundert datieren und befand sich noch in 800 m Entfernung auf dem benachbarten Ohrsberg.

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Ruine Tiefburg, Heidelberg-Handschuhsheim

Vom Kern der mittelalterlichen Wasserburg sind noch Grundmauern, die Gewölbe des Wohnturms und die Wehrmauern erhalten, das alte Herrenhaus wurde restauriert. Heute residiert hier der Stadtteilverein, der sich in der Denkmal-Pflege engagiert. Wann und von wem die Tiefburg erbaut wurde, ist ungewiss. Möglicherweise wurde sie schon im frühen Mittelalter als Wehrbau angelegt. Aus Überlieferungen des 13. und 14. Jahrhunderts geht hervor, dass sie eine Wasserburg war. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Burg schwere Beschädigungen.

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Dorothea BurkhardtDorothea Burkhardt

Bergfeste Dilsberg, Neckargemünd-Dilsberg

Die mittelalterliche Bergfeste blieb aufgrund der uneinnehmbaren Lage unzerstört. Sehenswert sind die Wehranlagen, der tiefe Burgbrunnen (35m tief) und der unterirdische Stollengang (ca. 80 m lang). Von der Burg Dilsberg aus hat man einen herrlichen Blick über das Neckartal und die Berge des Odenwaldes.

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Gemeinde NeckarsteinachGemeinde Neckarsteinach

Vorderburg, Neckarsteinach

Historischer Ausgangspunkt der Burgengruppe ist die über der Altstadt gelegene und mit der Neckarsteinacher Stadtmauer verbundene Vorderburg, die zwar erst ab 1341 in den Urkunden erscheint, aber vermutlich bereits zum Zeitpunkt der urkundlichen Erstnennung Neckarsteinachs und der Steinacher im Jahr 1142 existierte. Der Baubestand wurde bedauerlicherweise im 18. Jahrhundert durch Abbrüche auf den heutigen, fast unbedeutend erscheinenden Rest aus Bergfried und Steinhaus vermindert. Zur Vorderburg gehörte der noch erhaltene Stadthof der Herren von Steinach neben der Kirche. (Privatbesitz; Besichtigung nur mit Genehmigung möglich)

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Gemeinde NeckarsteinachGemeinde Neckarsteinach

Mittelburg, Neckarsteinach

Wohl gegen 1200 wurde die Mittelburg in topographisch eher ungünstiger Lage westlich der Vorderburg erbaut. Bauherren dürften die Grafen v. Lauffen gewesen sein – die Lehensherren der Familie v. Steinach. Nach wechselhaftem Schicksal kam sie 1551 als Lehen an die Landschaden von Steinach, die sie im Stile der Renaissance umbauten. Die Neckarseite der Burg öffnete sich nun in Renaissance-Arkaden, während die mittelalterliche Wehrhaftigkeit an den drei übrigen Seiten unberührt blieb. Die damals entstandene, im Neckartal fremdartig wirkende Silhouette, erinnert an die im 19. Jahrhundert wiederaufgebauten Burgen am Mittelrhein. (Privatbesitz; Besichtigung nur mit Genehmigung möglich)

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Gemeinde NeckarsteinachGemeinde Neckarsteinach

Ehem. Burg Schadeck (Schwalbennest), Neckarsteinach

Als letzte der vier Burgen entstand 1335 im Steilhang über dem Neckar Burg Schadeck, dank ihrer pittoresken Lage seit jeher „Schwalbennest“ genannt. Bauherr der Schadeck war Erzbischof Balduin von Mainz und Trier. Burg Schadeck, die heute das Wahrzeichen von Neckarsteinach ist, wurde wohl schon im späten 15. Jahrhundert zur Ruine.

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A. HeldA. Held

Ruine Minneburg, Neunkirchen – Neckarkatzenbach

Die Minneburg ist eine der herausragenden Burgen entlang des Neckars. Auf dem Bergsporn des „Schlossberges“ bei der Ortschaft Guttenbach und gegenüber von Neckargerach gelegen, ragt die Minneburg auf der linken Flussseite aus den bewaldeten Hängen heraus. Administrativ gehört sie zur Gemeinde Neunkirchen, deren Gemarkung von den Hochflächen des kleinen Odenwaldes bis an den Neckar reicht. Als Höhenburg liegt die Minneburg mit einer absoluten Höhe von 245 m ü. NN rund 110 m über dem Niveau des Neckars und liegt damit deutlich höher als die meisten anderen Burgen im Neckartal.

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S. MathiasS. Mathias

Ruine Stolzeneck, Neunkirchen – Schwanheim

Die Burg Stolzeneck liegt in 208 m absoluter Höhe auf einem Bergsporn, der sich an den Neckar hinunterzieht. Dieser ist durch eine Schlucht von der Hochfläche abgetrennt, sodass die Befestigung von mehreren Seiten einen natürlichen Schutz genießt. Durch einen tiefen Halsgraben ist sie zudem vom Höhenrücken abgesetzt. Ein Highlight ist die imposante Schildmauer, welche die Burg auf der Bergseite schützt. Auf dem bewaldeten Bergsporn ist Burg Stolzeneck heute vom Neckartal aus kaum zu sehen. Deshalb kann sie als echter “Geheimtipp” gelten, denn der Besuch der eindrucksvollen Anlage lohnt sich.

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Dietmar DengerDietmar Denger

Strahlenburg, Schriesheim

Inmitten der Weinberge ragt der alte Burgturm der Strahlenburg. Ein historischer Ort, wo einst Heinrich von Kleists Ritter-Schauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“ spielte. Die Ruine liegt auf einer Flanke des Ölbergs, der auch Schriesheimer Schlossberg genannt wird. Die Stadt befindet sich direkt unterhalb. Von der Burg aus lassen sich ein großer Teil der Rheinebene mit an Neckar und Rhein liegenden Ortschaften überblicken, bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Pfälzerwald und bei sehr guter Sicht auch bis zum Donnersberg. Das Tal des in Altenbach entspringenden Kanzelbaches schneidet sich seitlich des Ölbergs in den Odenwald ein.

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Burgruine Windeck, Weinheim

Seit rund 900 Jahren blickt die Burg Windeck auf die Siedlungen im Rheintal, das schon vor vielen tausend Jahren Lebensraum nicht nur für Kelten und Römer bot. Weinheims ältestes Bauwerk entstand um 1100, von den Lorscher Klosteräbten zum Schutz ihrer Besitzungen in Weinheim erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) wurde „die Windeck“ mehrfach schwer beschädigt und notdürftig wieder hergerichtet. 1803 nahm der badische Staat die Reste in Besitz und verkaufte sie 1900 an den frisch ernannten Grafen Sigismund von Berckheim, dessen Vater übrigens der Begründer des Weinheimer Exotenwaldes war. Er schützte die Burg vor dem weiteren Verfall und begann sie teilweise wieder aufzubauen. 1978 kam die Stadt Weinheim in den Besitz der Burg und setzte die Erhaltungsarbeiten fort. Heute ist die Burg eine beliebte Event-Location.

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RobensRobens

Unterschloss, Adelsheim

Mitten in der Altstadt von Adelsheim erhebt sich das Unterschloss. Ein barockes Juwel, errichtet 1738 von Baumeister Johann Jakob Rischer, nachdem ein Brand die alte Wasserburg zerstört hatte. Friedrich Leopold von Adelsheim ließ den Neubau auf den Grundmauern und mit Resten der mittelalterlichen Wehranlagen errichten: Der runde Burgturm, Teile des alten Fundaments und Spuren des Wassergrabens zeugen noch heute davon. Einmal im Jahr zur stimmungsvollen Veranstaltung „Adelsheim leuchtet“ öffnen sich die Tore in den großzügigen Garten und das Schloss erstrahlt in einem ganz besonderen Glanz.

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Binauer Schloss

Das Binauer Schloss liegt idyllisch direkt am Neckar und wurde im 15. Jahrhundert von dem Adelsherrn Dieter Rüdt von Bödigheim gebaut, der zur damaligen Zeit auch die Burg Dauchstein erwarb. In seiner heutigen Form existiert das Schloss mit der weitläufigen, parkähnlichen Gartenanlage seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Nachdem das Schloss kurzzeitig als Hotelpension genutzt wurde, ist heute ein Alten- und Pflegeheim darin untergebracht.

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Freiherrlich Rüdt von Collenberg’sche SchlossgesellschaftFreiherrlich Rüdt von Collenberg’sche SchlossgesellschaftSchloss-Ensemble Schloss Bödigheim von oben
Schloss-Ensemble Schloss Bödigheim von oben

Schloss Bödigheim, Buchen

Burg und Schloss Bödigheim in der Nähe von Buchen im badischen Odenwald sind seit dem 13. Jahrhundert Stammsitz der Freiherren Rüdt von Collenberg. Gebäude aus Spätmittelalter, Renaissance  und Barock bilden ein großzügiges Ensemble, das heute als private Wohnanlage genutzt wird, in die sich auch Außenstehende einmieten können. Verwaltet wird der Familienbesitz von der Freiherrlich Rüdt von Collenberg’schen Schlossgesellschaft bR. Die Schlossanlage ist Privatbesitz und steht für Besichtigungen nicht zur Verfügung.

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Gemeinde ElztalGemeinde Elztal

Wasserschloss Dallau

Die erste Burg wurde im Jahr 1336 urkundlich als „Veste Talheim“ der Herren von Heinriet erwähnt. Der Mainzer Erzbischof Gerlach ließ die Burg 1356 zerstören. Im Jahre 1416 übernahm der Deutsche Orden Besitzungen in Dallau. Mit der Errichtung des Schlosses wurde erst im Jahr 1438 begonnen. 1974 wurde die Burganlage aus Privatbesitz von der Gemeinde Elztal erworben. Im zweiten Obergeschoß ist die Außenstelle der Musikschule untergebracht. Das erste Obergeschoß dient für Repräsentationszwecke und standesamtliche Trauungen.

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Heilbronner LandHeilbronner Land

Schloss Horneck, Gundelsheim

Schloss Horneck blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Ursprünglich im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden genutzt und später zur Residenz ausgebaut, diente es im Laufe der Zeit unter anderem als Schloss, Kaserne, Sanatorium und Pflegeheim. Heute ist hier das Siebenbürgische Kulturzentrum untergebracht – mit Museum, Institut und Bibliothek als bedeutende kulturelle Einrichtungen.

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Gemeinde HardheimGemeinde Hardheim

Hardheimer Schloss, Hardheim

Erbauer des Hardheimer Schloss ist der Junker Wolf von Hardheim mit seiner Ehefrau Margareta von Berlichingen, zu lesen in einer Inschrift, die über dem Eingangsportal angebracht ist (erbaut um 1561). Baumeister war Urban Khaltschmid von Lindau. 1858 hat es die Gemeinde Hardheim vom Großherzogtum Baden erworben. Im Jahr des Erwerbs wurde es zu einer Volksschule (Sonntagsschule) mit Lehrerwohnung umgebaut. Außerdem wurde es für kirchliche Zwecke verwendet. Im Jahre 1929 hat die Gemeindeverwaltung ihren Sitz vom Rathaus am Marktplatz in das Schloss verlegt.

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Heidelberger Schloss

Das Schloss Heidelberg ist seit dem 19. Jahrhundert der Inbegriff deutscher Romantik für Touristen aus der ganzen Welt. Heute zählt das Schloss Heidelberg mit seinen Renaissance-Palästen zu den bedeutendsten Kulturdenkmalen in Deutschland. Höhepunkt kurpfälzischer Baukunst ist die Anlage des berühmten Schlossgartens „Hortus Palatinus“ zu Beginn des 17. Jahrhunderts.

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Dietmar DengerDietmar Denger

Burg Neidenstein

Auf dem nördlich auslaufenden Bergsporn des Galgenbergs, zwischen den Hügelwelten des Kraichgaus und des Kleinen Odenwaldes, erhebt sich weithin sichtbar die Burg Neidenstein. Im Jahre 1319 wurde die Burg erstmals als Reichs­lehen des Friedrich von Venningen erwähnt und war somit der älteste Sitz dieser aus dem Schwäbischen stammenden Familie im Kraich­gau, deren Nachfahren ununterbrochen die Orts­herrschaft ausübten und noch heute Eigentümer der Burg sind. Im Jägerhaus, einem Fachwerkbau auf Steinsockel der Renaissance, befindet sich das Museum. Besichtigungen sind nur gelegentlich und auf Anfrage möglich.

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Eventhotel Schloss NeuburgEventhotel Schloss Neuburg

Schloss Neuburg, Obrigheim

Schloss Neuburg liegt an den südlichen Ausläufern des Odenwaldes im Neckartal zwischen Heidelberg und Heilbronn. Beeindruckend sind das fünfgeschossige Hauptgebäude und die Aussicht. Im Jahr 1845 von Graf Karl von Leiningen-Billigheim gekauft und umgestaltet, fällt es heute schwer, sich das Schloss als wehrhafte mittelalterliche Burg vorzustellen.

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Stadt WeinheimStadt WeinheimBlick auf das Weinheimer Schloss
Blick auf das Weinheimer Schloss

Weinheimer Schloss

Das ehemalige Schloss, heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, setzt sich aus Bauteilen verschiedener Epochen zusammen. Zum ältesten Baubestand aus der Zeit um 1400 gehört die Durchfahrt des Obertorturms, der durch den Umbau Ende des 17. Jahrhunderts seinen wehrhaften Charakter verlor. Nördlich schließt sich der Renaissancebau des Kurpfälzischen Schlosses von 1537 an. Hier verbrachten Mitglieder der kurfürstlichen Familie wie Ottheinrich, Johann Wilhelm und seine Frau Anna Maria Luisa Medici sowie Elisabeth Auguste längere Zeit. Dann folgt der von der Familie Berckheim in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgebaute Schlossteil mit dem 1868 errichteten neugotischen Turm. Der südlich des Obertors gelegene barocke Schlossteil wurde 1725 durch die Familie Ulner von Dieburg errichtet.

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Dietmar DengerDietmar Denger

Schloss und Hofgut Langenzell, Wiesenbach

Gräfin Pauline Victoria Reichenbach – Lessonitz (Geb 23.Mai 1860 in Frankfurt) erbte den Gutshof Langenzell mit allen Ländereien. Im Alter von knapp 20 Jahren heiratete sie am 9.Feb.1880 den Rittmeister der Armee Prinz Alfred von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (Geb 19 Okt 1855). Noch im Jahr der Eheschließung wurde mit dem Bau des neuen Schlosses und seiner Parkanlage begonnen. Schon 2 Jahre später war es nach den Plänen des Frankfurter Architekten Karl Jonas Mylius (Palmengarten Frankfurt) fertiggestellt. 10 Jahre später erweiterte der Mannheimer Architekt Leonhard Schäfer, der auch die Menzervilla in Neckargemünd erbaute, das Schloss um den „Nordflügel“. Schloss Langenzell gilt als das jüngste im Historismus erbaute Schloss Deutschlands. Heute können Räumlichkeiten für private Veranstaltungen angemietet werden.
Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich!

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Dietmar DengerDietmar DengerSchloss Zwingenberg am Hang
Schloss Zwingenberg am Hang

Schloss Zwingenberg, Zwingenberg

Fast genau zwischen Heidelberg und Heilbronn inmitten des Neckartals an der B37 liegt das romantische Schloss Zwingenberg. Die sehr gut erhaltene Burganlage gehört wohl zu den beeindruckendsten Festungen im Neckartal und ist seit 1808 in Markgräflich Badischem Familienbesitz. Derzeit ist das Schloss von Prinz Ludwig von Baden und seiner Familie bewohnt. Den besten Blick auf das Schloss haben Sie von der gegenüberliegenden Neckarseite aus oder von Bord eines der so genannten »Winke-Boote« die an sonnigen Tagen auf dem Fluss verkehren.

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Weitere Burgen & Schlösser

Wenige Hundert Meter vom Bahnhof entfernt gelangen Sie auf einen Waldweg, der Sie zur Burgruine Dauchstein führt. Die Vorgänger-Burg der heutigen Burg Dauchstein wurde vermutlich im frühen 11. Jahrhundert von den Grafen von Lauffen errichtet. Da es jedoch bis zum 14. Jahrhundert kaum Überlieferungen gibt, liegt der Ursprung der Burg eher „im Dunkeln“.

Wahrscheinlich diente sie als Zollweg für die Neckarschifffahrt. Der Sage nach wurden Schiffe mittels einer Kette gestoppt, die über den Neckar gespannt wurde. Nachdem der Zoll bezahlt war, wurde die Kette gesenkt und die Schiffen konnten ihren Weg fortsetzen. Die Burg befindet sich heute in Privatbesitz, eine Besichtigung von außen ist jedoch möglich.

Die Burg mit Ringmauer liegt oberhalb des Burgdorfes auf einem markanten Muschelkalk-Felssporn. Die alte Bergfried-Ruine der Edelfreien »de Swenenburg« dominiert bis heute das liebenswerte Örtchen. Die mächtigen Mauern des quadratischen Turms sind vier Meter dick und messen der Länge nach jeweils elf Meter. An die Burg schloss die Vorburg mit Wirtschaftshöfen und Burgschäferei (seit der Frühneuzeit) an. Die archäologische Denkmalpflege datiert die Burg bzw. Bergfried und Ringmauer nicht zuletzt aufgrund verschiedener Funde (Kapitell, Teilstück einer Säule mit staufischen Einflüssen) in das 12. Jahrhundert.

Gegen 1220/1230 wurde – wahrscheinlich durch Gerhard v. Schauenburg, einem der Erben der 1219 ausgestorbenen Grafen v. Lauffen – als dritte Burg die Hinterburg errichtet. Da sich die Schauenburger finanziell übernommen hatten, blieb die Burg Bauruine und wurde gegen 1250 an den Bischof Heinrich von Speyer verkauft. Erst ab 1344 nahm Bischof Gerhard von Speyer den endgültigen Aufbau der immer noch wüst liegenden Burg in Angriff und bestellte für sie einen Amtmann. Der Ausbau ihrer Befestigungsanlagen zu einem dreifachen Mauerring erfolgte im Auftrag des Hochstifts Speyer zwischen 1426 und 1450. Die Hinterburg wurde um 1630 – in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges – Ruine, doch ist sie mit ihrer erhalten gebliebenen Bausubstanz heute die eindrucksvollste der vier Burgen in Neckarsteinach.

Das Wasserschloss Schwarzach stammt aus dem 13. Jh. und ist heute Sitz der Forstbetriebsleitung Schwarzach – Untere Forstbehörde des Neckar-Odenwald-Kreises. Um 1634 wurde darin ein Pfälzer Amtskeller eingerichtet. 1780 und 1800 wurde es umgebaut und das heutige Herrenhaus errichtet.

Die fast auf der Kuppe des Wachenbergs gelegene Wachenburg entstand in den Jahren 1907 – 1928 als Gedenk- und Begegnungsstätte des Weinheimer Senioren-Convents und seiner aktiven studentischen Corps. Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens des WSC ist das alljährlich in der Himmelfahrtswoche stattfindende Treffen.

Das Schlösschen (auch Handschuhsheimer Schlösschen oder Graham- Schlösschen genannt) gehört zusammen mit dem Grahampark und dem Carl-Rottman-Gebäude zu einem weitläufigen Ensemble in der Ortsmitte und geht auf einen kleineren spätmittelalterlichen Adelssitz in Handschuhsheim zurück. Markantester Gebäudeteil ist der Treppenturm aus dem 17. Jahrhundert. Das Schlösschen hatte im Laufe seiner Geschichte viele Eigentümer und Nutzer und dient heute kulturellen und administrativen Zwecken. In ihm befinden sich das Bürgeramt des Stadtteils sowie Räume der städtischen Musik- und Singschule.

Das Schloss Rohrbach (erbaut 1770), im Volksmund auch Rohrbacher Schlösschen oder Altes Schlösschen genannt, befindet sich inmitten des Heidelberger Stadtteils Rohrbach. Es liegt dort in einem Park (bei dem es sich um einen Teil des ehemaligen Schlossparks handelt) auf dem Gelände der Thoraxklinik Heidelberg an der heutigen Parkstraße. Heute dient das Gebäude nicht mehr dem unmittelbaren Krankenhausbetrieb sondern zu Verwaltungs- und Schulungszwecken. Das Äußere des im öffentlich zugänglichen Klinikgelände liegenden Schlosses ist problemlos zu besichtigen, der 2005 vollständig restaurierte Saal kann für Veranstaltungen von der Klinikverwaltung gemietet werden.

Vom Alten Schloss in Helmstadt, einem ehemaligen Wasserschloss, sind nur noch Fragmente zu erkennen. Das Schloss wurde 1694 zerstört, anschließend wurde teils auf den alten Fundamenten ein Hofgut errichtet, dessen Hauptbau aus dem Jahr 1757 stammt. In der Mitte des Hofes befindet sich ein um 1900 rekonstruierter Ziehbrunnen im Stil der Renaissance. Er ist das einzige Denkmal aus alter Zeit und gestattet uns durch sein Aussehen einen Rückschluss auf einen wahrscheinlichen Reichtum in der Ausstattung des Schlosses.

Das seit 1925 im Besitz der Stadt Hemsbach befindliche und als Rathaus genutzte Rothschild-Schloss wurde auf dem Platz des ehemaligen Pferdestalles erbaut. Die vom kurfürstlichen Jagdrat Blesen 1764 erbaute Villa (mittlerer Trakt) wurde 1839 von Baron Rothschild erworben und zum heutigen Erscheinungsbild samt Park ausgebaut. Nach einer Renovierung und einigen baulichen Veränderungen zog 1928 die Verwaltung in das nunmehr (auch) „Neues Rathaus“ genannte Schloss ein.

Das Jagdschloss „Sorgenfrei“ befindet  sich am südwestlichen Ortsrand der Gemeinde Mauer am Hang des Elsenztals. Das Schlösschen wurde 1788 von Freiherr Karl von Zyllnhardt erbaut und ist heute im Besitz der Göler von Ravensburg. Es handelt sich bei der Schlossanlage um einen frühklassizistischen Landsitz. Insgesamt besitzt das Jagdschloss nur sechs kleine Zimmer, weswegen sie als eine der kleinsten Feudalbauten im Rhein-Neckar-Gebiet gilt. Es ist nicht zu besichtigen.

Das Mosbacher Schloss liegt am Rande der Altstadt. Dass es mit seinen Erkern, Fachwerk und Zwerchgiebeln einen romantischen Eindruck vermittelt, ist einem grundlegenden Umbau Ende des 19. Jahrhunderts zu verdanken. Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.

Schloss Waldleiningen ist eine romantische Schlossanlage, die Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil eines englischen Adelssitzes erbaut wurde. Seit 1961 dient das Schloss Waldleiningen vorwiegend der stationären medizinischen Rehabilitation im psychosomatischen Fachbereich und wird von der Deutschen Rentenversicherung, sowie zahlreichen Krankenkassen und Privatpatienten belegt. Eine Besichtigung des Schlosses ist nicht möglich.

Das Alte Schloss, auch Steinernes Haus genannt, liegt im idyllischen 2,6 Hektar großen Schlosspark mitten im Städtchen Neckarbischofsheim. Der Rittersaal wird für repräsentative Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt, steht aber auch für Trauungen zur Verfügung.

Hierbei handelt sich um den ehemaligen „Degenfeldischen Hof“. Die ältesten Teile des Schlosses stammen aus dem 17. Jahrhundert. Es wurde mehrmals umgebaut. Es ist ein dreistöckiger, verputzter Barockbau mit einem Türmchen zur Stadtmauer. Von den Nebengebäuden ist nur noch wenig erhalten. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann daher nicht besichtigt werden.

Die Daisbacher Burg, heute Schlossruine, wurde erstmals im Jahre 1366 erwähnt, damals war sie im Besitz der Herren von Venningen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Wasserburg durch einen Brand zerstört und der obere Teil erst 100 Jahre später, im Jahre 1730 neu aufgebaut. Der Wiederaufbau konnte jedoch nicht vollendet werden. Grund hierfür war wohl der Tod des damaligen Besitzers Karl Eberhard Ludwig von Göler im Jahre 1732. Im Laufe der Jahrzehnte geriet das Schloss immer mehr in Verfall. In den Jahren 1991 bis 2000 gelang es der „Bürgerinitiative Erhaltung der Schlossruine Daisbach“ durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen den weiteren Verfall des Kulturdenkmals zu stoppen. Mehr als 10.000 Arbeitsstunden wurden von der Bürgeraktion in ehrenamtlicher Weise geleistet. Als öffentlich begehbares Gebäude soll die Ruine der Nachwelt erhalten bleiben.

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Barbara WagnerBarbara Wagner